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Überblick über die Entwicklung der IHRA und die Rolle Deutschlands

20.02.2020 - Artikel

1998

Gründung der Task Force für internationale Zusammenarbeit im Bereich Holocaust-Bildung, Erinnerung und Forschung (ITF) auf Initiative des ehemaligen schwedischen Premierministers Göran Persson durch Schweden, das Vereinigte Königreich und die USA. Deutschland und Israel schließen sich der Initiative im selben Jahr an.

28. Januar 2000

Annahme der Erklärung des Stockholmer Internationalen Forums zum Holocaust als Verpflichtung und inhaltliches Leitdokument für alle Mitgliedsstaaten.

2000 / 2001

Deutschland übernimmt erstmalig den Vorsitz der Organisation. Damals zählt die Organisation elf Mitglieder.

2001 - 2007

Ständige Erweiterung auf 25 Mitgliedsländer. Überlegungen, die Task-Force dauerhaft zu etablieren.

2007

Erweiterung des Tätigkeitsfeldes um die Aufklärung, Erforschung und Erinnerung an den Völkermord an den Sinti und Roma

11. März 2008

Eröffnung eines dauerhaften Sekretariats in Berlin

2012

Namensänderung zu “International Holocaust Remembrance Alliance” (IHRA)

10. Oktober 2013

Die Arbeitsdefinition zu Holocaust Leugnung und Verfälschung wird durch das Plenum unter kanadischem Vorsitz in Toronto verabschiedet

26. Mai 2016

Auf deutsch-rumänische Initiative wird im Plenum der IHRA in Bukarest eine Arbeitsdefinition von Antisemitismus verabschiedet

20. September 2017

Politische Indossierung der IHRA Definition von Antisemitismus in erweiterter Fassung durch die Bundesregierung

2017 - heute

Zahlreiche Bundesländer, Kommunen, Bildungseinrichtungen usw. stellen sich hinter die Antisemitismusdefinition der IHRA

17. Januar 2018

Deutscher Bundestag beschließt Antrag „Antisemitismus entschlossen bekämpfen“ unter explizierter Bezugnahme auf die IHRA-Definition

19. Januar 2020

Staatsministerin Michelle Müntefering auf der IHRA Ministerkonferenz 2020
Staatsministerin Michelle Müntefering auf der IHRA Ministerkonferenz 2020© c IHRA

Minister sowie hochrangige Regierungsvertreter aus 35 Ländern und Leiter internationaler Organisationen verabschieden die Erklärung der Ministerkonferenz der IHRA 2020

März 2020 - Februar 2021

Deutschland übernimmt erneut den Vorsitz der IHRA unter der Leitung von Botschafterin Michaela Küchler; im Zuge des deutschen Vorsitzes finden IHRA Vollversammlungen von 29. Juni bis 3. Juli 2020 im Auswärtigen Amt in Berlin und von 30. November bis 03. Dezember 2020 in Leipzig statt.

Deutschland leistet einen jährlichen Pflichtbeitrag von 30.000 Euro und stellt jährlich zusätzlich 175.000 Euro als Zuschuss für das in Berlin ansässige ständige Sekretariat bereit.

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