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Antiziganismus-Bekämpfung

Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas

Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, © Jürgen Raible

03.03.2020 - Artikel

Nachdem sich die IHRA im Jahr 2007 neben der Bekämpfung von Antisemitismus auch den Kampf gegen Antiziganismus zur Kernaufgabe gemacht hat, wird beständig an Konzepten gearbeitet, um Antiziganismus auf politischer sowie gesellschaftlicher Ebene entschieden entgegenzutreten.

Deutschland trägt vor dem Hintergrund des lange Zeit ignorierten Völkermords, der systematischen Entrechtung, Erniedrigung, Deportation und Ermordung von hunderttausenden Sinti und Roma im von Deutschland während des Zweiten Weltkrieges besetzten Europa eine besondere Verantwortung im Kampf gegen den Antiziganismus. Sinti und Roma leiden bis heute oftmals unter Ablehnung, Ausgrenzung und Benachteiligung. Antiziganistische Vorurteile und Ressentiments sind nicht nur ein Phänomen extremistischer Randgruppen, sondern reichen in die Mitte der Gesellschaft hinein.


Das IHRA Komitee zum Völkermord an den Sinti und Roma hat in der Vergangenheit an Bildungsangeboten zum Thema mitgewirkt und verabschiedete daraufhin am 08. Oktober 2020 eine Arbeitsdefinition zu Antiziganismus.

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