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GlobaleTask-Force gegen Holocaustverfälschung

Task-Force

Task-Force, © c IHRA, Ka Schmitz

03.03.2020 - Artikel

Die deutsche Präsidentschaft will während Ihres Vorsitzes der IHRA vor allem das Augenmerk auf die Bekämpfung der Relativierung und Verfälschung des Holocaust legen.

Die Verfälschung des Holocaust ist ebenso wie die Leugnung nicht nur unmoralisch, sondern verhindert auch, dass sich Gesellschaften und Individuen intensiv mit der Vergangenheit auseinandersetzen und daraus für die Gegenwart und Zukunft lernen. Leugnung und Verharmlosung des Holocaust sind stets Ausdruck von Antisemitismus und bereiten anderen Formen von menschenverachtender Ideologie den Boden.

Um der zunehmenden Verfälschung des Holocaust sowie dem wachsenden Antisemitismus entgegenzuwirken, ist eine politische Abstimmung auf internationaler Ebene zwingend notwendig. Dazu ist die IHRA das geeignete Forum.

Wie man gefährlichen Lügen, Verdrehung der Fakten und Trivialisierung des Holocaust in der Öffentlichkeit, in Gedenkstätten aber auch online begegnen kann, ist unter deutschem Vorsitz Schwerpunkt der Arbeit der IHRA. Dazu fördert das Auswärtige Amt 2020 und 2021 ein Sonderprojekt der IHRA, das den internationalen Austausch zu diesem Thema stärkt. Mit einem Beitrag von 1 Million Euro wurde eine Globale Task-Force gegen Holocaustverfälschung ins Leben gerufen. Die IHRA hat neben der Arbeitsdefinition Antisemitismus bereits im Jahr 2013 eine Definition von Holocaust-Leugnung und -Verfälschung entwickelt, die als Grundlage dient. Ein Netzwerk von internationalen Expertinnen und Experten hat Empfehlungen für den Umgang mit Holocaustverfälschung veröffentlicht.

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