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Gurs 1940 - Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden

GURS 1940

Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden, © Mémorial de la Shoah, Coll. Maurice Laügt, Eva Laügt, MLXV_181

07.04.2021 - Artikel

Die Französische Botschaft in Berlin, die CIVS und die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz laden am 7. April 2021 um 18 Uhr, anlässlich des Gedenktages Yom HaShoa, zur Ausstellungseröffnung ein.

Mehr als 6.500 Jüdinnen und Juden Juden aus Baden, der Pfalz und des Saarlandes wurden am 22. und 23. Oktober 1940 in das Lager Gurs in Südfrankreich verschleppt - eine der ersten systematischen Deportationen durch die Nationalsozialisten. Viele der Deportierten starben dort oder in anderen Lagern Südfrankreichs. Die in Gurs Internierten wurden ab 1942 nach Auschwitz-Birkenau und Sobibor verschleppt und ermordet. Nur wenige Menschen überlebten.

Die deutsch-französische Ausstellung wird in der Französischen Botschaft in Berlin bis zum 30. April 2021 gezeigt, ebenso an vielen Orten in Südwestdeutschland und in Frankreich.

Programm

Begrüßung durch Botschafterin Anne-Marie Descôtes (Französische Botschaft in Berlin)

Grußwort von Staatsminister Michael Roth (Auswärtiges Amt) und

Grußwort von Staatssekretär Volker Schebesta (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Baden-Württemberg)

Grußwort von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (Stadt Karlsruhe, Arbeitsgemeinschaft zur Pflege und Erhaltung des Deportiertenfriedhofes in Gurs)

Von Bühl und Augsburg nach Jerusalem - Shoshana Loeb spricht mit Deborah Hartmann (Direktorin Haus der Wannsee-Konferenz) über die Flucht ihrer Familie aus Augsburg 1937 - und über ihren Mann, den Gurs-Überlebenden Ehud Loeb aus Bühl.

Video-Führung durch die Ausstellung mit Kuratorin Jennifer Heidtke und Kurator Dr. Christoph Kreutzmüller

Mélina Burlaud (Klavier) und Claire Beaudouin (Sopran) begleiten die Veranstaltung aus Gurs, mit Kompositionen dort internierter Musiker: „Der Glaube an das Schöne hinter Stacheldraht - Kunst im Lager Gurs (1939 – 1945)“

Die Eröffnung findet am 7. April 2021, 18 Uhr, auf Deutsch und Französisch als Livestream statt. Anmeldung unter: https://www.gurs1940.de/de/#/

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