Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Jüdisches Leben im grenznahen Raum

23.02.2021 - Artikel

Die Ehemalige Jüdische Schule (EJS), deren Träger der Landkreis Leer ist, arbeitet in einem grenzübergreifendem Projekt mit der Stichting Folkingestraat Synagoge (SFS) zusammen, um die gemeinsame jüdische Lokalgeschichte der Region zu erforschen, zu präsentieren und zu vermitteln.

Karte der Region Rheiderland - Groningerland
Karte der Region Rheiderland - Groningerland© Landkreis Leer

Zielstellung des Projekts „Jüdisches Leben im grenznahen Raum“ ist es, die jüdische Migrationsgeschichte und wechselseitigen Beziehungen zwischen beispielhaften deutschen und niederländischen Synagogengemeinden aufzuzeigen. 

Das gemeinsame Projekt zwischen der EJS und der SFS gliedert sind in zwei Arbeitsphasen. In der ersten Phase wird eine grenzübergreifende Forschungsarbeit erstellt, die das Migrationsverhältnis der jüdischen Gemeinden im Rheiderland und niederländischen Synagogengemeinden wie Groningen, Winschoten und Bourtange untersucht. Das Ende dieser grenzübergreifenden Forschung bildete die Präsentation der Forschungsergebnisse im Rahmen einer digitalen Tagung am 14. Januar 2021. Nach der Veröffentlichung der deutschen Publikation erfolgt die Übersetzung ins Niederländische.

In der zweiten Arbeitsphase werden die Forschungsergebnisse zielgruppengerecht als Teil einer Wanderausstellung konzipiert, die in der Groninger Synagoge – nach vorheriger Schau an verschiedenen Orten – ihren finalen Platz findet. Im Kontext der kompletten Neugestaltung der Dauerausstellung in der Groninger Synagoge finden erstmals die grenzübergreifenden Beziehungen der Region Erwähnung. In der Wanderausstellung werden neben den erforschten Themen ebenfalls Zeitzeugeninterviews die wechselseitigen Beziehungen veranschaulichen. Als Auftakt wird die Wanderausstellung zuerst in Leer und dem Rheiderland und anschließend in der Provinz Groningen gezeigt. Neben den thematischen Schwerpunkten formuliert die Wanderausstellung pädagogische Leitfragen nach Toleranz in einer pluralen Migrationsgesellschaft und verknüpft diese mit historischen Themen und aktuellen Fragestellungen.

Zielstellung ist es, historisches Wissen zu vermitteln, zivilgesellschaftliche Kräfte zu stärken und gegen nationale ausgrenzende Tendenzen Stellung zu beziehen.

nach oben