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Informationstafeln am ehemaligen KZ Loibl (Ljubelj) in Slowenien

01.06.2020 - Artikel

Auf Initiative der Deutschen Botschaft stellte die Gemeinde Tržič im November 2020 am Eingang der Gedenkstätte Informationstafeln in sechs Sprachen auf.

Informationstafeln am ehemaligen KZ Loibl
Informationstafeln am ehemaligen KZ Loibl© © Museum Tržič

Jährlich durchfahren hunderttausende Reisende den Loibl-Tunnel unter den Karawanken an der Grenze zwischen Österreich und Slowenien. Die wenigsten ahnen die dunkle Geschichte des Bauwerks, das von 1943 bis 1945 von Insassen des Konzentrationslagers Loibl errichtet wurde. In einer an der südlichen Zufahrtsstraße zum Tunnel können Besucher die Ruinen des Lagers, das ehemalige Krematorium, eine Dauerausstellung und das Mahnmal „j’accuse“ besuchen.

Die Informationstafeln sind von der Straße aus sichtbar und tragen so dazu bei, dass Reisende mehr über das einzige KZ auf slowenischem Boden erfahren und die Gedenkstätte erkunden.

Das Projekt wurde überwiegend mit Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert. Erstellt wurden die Informationstafeln vom Museum der Stadt Tržič in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in Österreich. Auch die Botschaften Frankreichs, Polens und Russlands – die drei Staaten, aus denen die meisten Lagerinsassen stammten – unterstützten das Projekt.

Das KZ Loibl wurde am 3. Juni 1943 als Außenlager des KZ Mauthausen eingerichtet, um den Tunnel auf der strategisch wichtigen Straßenverbindung zwischen Klagenfurt und Ljubljana zu bauen. Die Gefangenen mussten harte und gefährliche Arbeiten verrichten und waren schweren Misshandlungen und Unterernährung ausgesetzt. Schwache Häftlinge wurden gezielt ermordet. Am 8. Mai 1945 wurden die überlebenden Insassen des Lagers durch jugoslawische Partisanen befreit.

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