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Erklärung der Vorsitzenden der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) zur Arbeitsdefinition von „gegen Sinti und Roma gerichteten Rassismus “

03.07.2020 - Artikel

vom 3. Juli 2020

In der 2020 auf der IHRA-Ministerkonferenz abgegebenen Erklärung wurde betont, wie wichtig es ist, die Erinnerung an den Völkermord an den Sinti und Roma zu bewahren und anzuerkennen, welche Auswirkungen es in Bezug auf die fortgesetzte Ausgrenzung und weitverbreitete Diskriminierung von Gemeinschaften der Sinti und Roma hat, diesem Genozid keine Beachtung zu schenken. Vor drei Jahren wurde überdeutlich, dass es für gegen Sinti und Roma gerichteten Rassismus eine Arbeitsdefinition als geeignetes Instrument und Orientierungshilfe zur Unterstützung der Arbeit der IHRA geben muss. Die jetzige COVID-19-Pandemie, die den gegen Sinti und Roma gerichteten Rassismus noch weiter angefacht hat, hat die Annahme einer solchen Definition umso dringlicher gemacht.

Im Laufe der vergangenen drei Jahre diskutierten und erörterten Experten des Ausschusses „Völkermord an den Sinti und Roma“ mit Vertretern und Gemeinschaften der Sinti und Roma und den Vorsitzenden der IHRA-Arbeitsgruppen und -Ausschüsse die Erarbeitung des Entwurfs, der den IHRA-Mitgliedstaaten auf der Berliner Vollversammlung 2020 vorgelegt worden ist.

Nach den fruchtbaren Diskussionen auf der Vollversammlung befinden wir uns nun in der Abschlussphase dieses Prozesses. Die Annahme einer Arbeitsdefinition für gegen Sinti und Roma gerichteten Rassismus ist einer der Schwerpunkte des deutschen Vorsitzes und ich danke den Experten für ihre hervorragende Arbeit. Die Arbeitsdefinition hat beeindruckende Unterstützung gefunden und ich bin zuversichtlich, dass die IHRA zur rechten Zeit noch vor der Leipziger Vollversammlung im Dezember eine nicht rechtsverbindliche Arbeitsdefinition annehmen wird.

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